Inhaltsverzeichnis
Unterwegs mit Thomas Schröder
Präambel
Impressum
Was haben Sie entdeckt?
Vielen Dank!
Orientiert in Barcelona
Stadt und Stadtviertel
Sightseeing-Klassiker
Sightseeing-Alternativen
Essen gehen
Ausgehen
Shopping
Wege durch Barcelona
Tour 1
Rambles
Tour 2
El Raval
Tour 3 und 4
Barri Gòtic
Tour 5
Sant Pere und La Ribera/El Born
Tour 6
Parc de la Ciutadella
Tour 7
Der alte Hafen Port Vell
Tour 8
Barceloneta und Port Olímpic
Tour 9 und 10
Eixample
Tour 11
Gràcia
Tour 12
Tibidabo
Tour 13
Pedralbes, Sarrià
Tour 14
Montjuïc
Ausflüge
Serra de Collserola
Sant Cugat del Vallès
Montserrat
Sant Sadurní d’Anoia
Sitges
Tarragona
Girona
Figueres
Nachlesen & Nachschlagen
Barcelona, immer wieder neu
Stadtgeschichte
Architektur und Kunst
Die katalanische Küche
Kultur
Feste, Feiertage und Folklore
Nachtleben
Barcelona mit Kindern
Barcelona günstig bis gratis
Anreise
Unterwegs in Barcelona
Übernachten
Wissenswertes von A bis Z
Barcelona kompakt
Restaurants
Museen
Shopping
Etwas Katalanisch/Spanisch
Übersichtskarten und Pläne
Index
Alles im Kasten
Die Rambles und ihre Besucher
Barcelona und seine Markthallen
Die jüdische Gemeinde in Barcelona
Ein legendärer Briefkasten
Pablo Ruíz Picasso
Pioniere der Unterwasserwelt
Eixample und der Pla Cerdà - gut gemeint ...
Noch mehr Modernisme
Die Stadt der Drachen
Joan Miró
Wandern in der Serra de Collserola
Ein katalanisches Genie des 20. Jahrhunderts: Salvador Dalí
Katalanische Nationalsymbole
Die erste Weltausstellung 1888
Francisco Franco Bahamonde
Sehenswertes - Römer und Westgoten
Sehenswertes - Romanik
Sehenswertes - Gotik
Sehenswertes - Modernisme
Sehenswertes - Avantgarde
Sehenswertes - Zweite Avantgarde
Baskische Kneipenkultur in Barcelona
Cava aus Katalonien
Das Aus für den Stierkampf in Katalonien - oder doch nicht?
Comeback der „Grünen Fee“
Allgemeine Hinweise für Autofahrer
Barcelona per Bus entdecken: Bus Turístic & Barcelona City Tour
Übernachtungs-Tipps
Circuit de Catalunya: Liebling der Formel 1
Kartenverzeichnis
Rambles
El Raval
Barri Gòtic
Sant Pere und La Ribera/El Born
Parc de la Ciutadella (Arc Triompf)
Der Alte Hafen Port Vell
Barceloneta und Port Olimpic
Eixample
Gràcia
Tibidabo & Serra del Collserola
Pedralbes & Sarrià
Montjuïc
Umgebung von Barcelona
Durch die Serra de Collserola
Tarragona
Girona
Figueres
Übernachten in Barcelona
Zeichenerklärung
Übersicht Barcelona
Altstadt von Barcelona
Metroplan Barcelona
Unterwegs mit Thomas Schröder
Jahrgang 1960, geboren in Nürnberg. Studierte Touristik in München und war schon seit frühester Jugend von Fernweh geplagt. Als ausgedehnte Interrailtouren und selbst eine halbjährige Weltreise keine dauerhafte Abhilfe schaffen konnten, entschloss er sich, die Passion zum Beruf zu machen. Sein erstes Buch (Sizilien) erschien 1991, und seitdem hat er kräftig nachgelegt. Wer ihn erreichen will, sollte es nicht an seinem Wohnort München versuchen, sondern in einer seiner bevorzugten Reiseregionen - zum Beispiel in Spanien.
Einen Barcelona-Reiseführer mit dem Fahrrad recherchieren? Vor ein paar Jahren wäre das noch ein ziemlich gewagtes Unterfangen gewesen, denn wer mag sich schon mit dem Drahtesel in hektischen, vierspurigen Verkehr stürzen? Mittlerweile jedoch durchzieht ein Netz von Radwegen einen guten Teil der Stadt und sorgt vor allem entlang der großen Verbindungsadern für flottes Vorankommen. Leider stehen die rot-weißen Bikes des städtischen Verleihsystems „Bicing“ nur den Einwohnern zur Verfügung. Unsereins wendet sich hingegen an private Fahrradverleiher, die allerdings manchmal an den Rand ihrer Kapazitäten kommen, wenn zwischendurch noch eine 30-köpfige holländische Jugendgruppe mit Rädern versorgt werden muss ...
Entlang der Strände bis zum Fòrum 2004, durch Eixample und Gràcia und sogar hinauf zum Parc Güell war ich diesmal mit dem Bike unterwegs. In den engen Gassen der Altstadt, im Menschengetümmel der Rambles und auch auf den steilen Hängen des Montjuïc und des Tibidabo erwiesen sich die eigenen Füße freilich weiterhin als konkurrenzlos. Per pedes und per Bike zusammengenommen ergab sich bei der Recherche für diese Auflage schließlich eine GPS-gemessene Wegstrecke von weit mehr als hundert Kilometern - Barcelona ist eben keine Kleinstadt ...
Präambel
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Grünes Blatt: Mit diesem Hinweis haben unsere Autoren Betriebe hervorgehoben, die sich bemühen, regionalen und nachhaltig erzeugten Produkten den Vorzug zu geben.
Impressum
Text und Recherche: Thomas Schröder | Lektorat: Anja Keul | Redaktion: Annette Melber | Layout: Jana Dillner | Karten: Hans-Joachim-Bode, Carlos Borrell, Theresa Flenger, Judit Ladik, , Gábor Sztrecska | Fotos: alle Thomas Schröder | Covergestaltung: Karl Serwotka | Covermotive: vorne: Montjuïc - Font Mágica, hinten: Eixample - Sagrada Família
(Hinweis: Die Seitenzahlen beziehen sich auf das gedruckte Buch).
7. komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage 2017
ISBN Print: 978-3-95654-441-5
ISBN ePub: 978-3-95654-520-7
© Copyright Michael Müller Verlag GmbH, Erlangen 2004-2017.
Alle Rechte vorbehalten.
Die in diesem Reisebuch enthaltenen Informationen wurden vom Autor nach bestem Wissen erstellt und von ihm und dem Verlag mit größtmöglicher Sorgfalt überprüft. Dennoch sind, wie wir im Sinne des Produkthaftungsrechts betonen müssen, inhaltliche Fehler nicht mit letzter Gewissheit auszuschließen. Daher erfolgen die Angaben ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Autors bzw. des Verlags. Autor und Verlag übernehmen keinerlei Verantwortung bzw. Haftung für mögliche Unstimmigkeiten. Wir bitten um Verständnis und sind jederzeit für Anregungen und Verbesserungsvorschläge dankbar.
Was haben Sie entdeckt?
Haben Sie die Bar mit wundervollen Tapas gefunden, das freundliche Hotel, eine günstige Pension? Und welcher Tipp war nicht mehr so toll?
Wenn Sie Ergänzungen, Verbesserungen oder neue Informationen zum Barcelonabuch haben, lassen Sie es mich bitte wissen!
Ich freue mich über jede Zuschrift!
Schreiben Sie an: Thomas Schröder, Stichwort „Barcelona“ |
c/o Michael Müller Verlag GmbH | Gerberei 19, D - 91054 Erlangen |
thomas.schroeder@michael-mueller-verlag.de
Vielen Dank!
Herzlichen Dank den vielen Leserinnen und Lesern, die mit Tipps und Beiträgen bei der Aktualisierung dieser Auflage geholfen haben:
Sabine & Claus Rosenbladt, Erwin Hafenrichter, Birgit Gedreit, Dominik Sommer, Tanja Eckert-Lindner, Hansjörg Weber, Friederike Witzorke, Hasso von Samson,
Hans Jürgen Okorn, Ralf Strate, Yvonne Greiner, Herbert Bobermien, Detlef Witte, Uwe Bartmann, Maximilian Alexander Sommariva, Manfred Haack,
Kirsten Diederichs & Richard Straetmanns, Ralf Bomhauer, Helmar Bieß,
Georg Braun, Angelika & Dr. Otmar Philipp, Michaela Wachinger, Inge Sondermann, Heinz Hilscher.
Orientiert in Barcelona
Stadt und Stadtviertel
Barcelona zwängt sich in die Ebene zwischen dem Meer und dem Höhenzug der Serra de Collserola mit dem Berg Tibidabo. Umgeben ist es von einem Kranz eigenständiger Städte und neuer Trabantensiedlungen jenseits der Serra. Im Südwesten überragt mit dem Montjuïc ein weiterer Hügel die Stadt.
Hohe Siedlungsdichte
Gemessen an seiner Einwohnerschaft von immerhin rund 1,6 Millionen Menschen, erweist sich Barcelona mit einer Fläche von nur etwa 100 km² als äußerst kompakt. Mit Ausnahme von Paris ist keine Millionenstadt in der EU dichter besiedelt, die Einwohnerzahl pro Quadratkilometer liegt fast siebenmal höher als in Hamburg.
Die Altstadt - Ciutat Vella
Barcelonas Altstadt besteht aus mehreren Vierteln. Begrenzt wird sie durch den Hafen, den Stadtpark La Ciutadella im Nordosten und die verschiedenen Rondas, die dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauern folgen. Quer durch die Ciutat Vella zieht sich der ewige Lebensnerv Barcelonas: die weltbekannten Rambles. Die knapp 1,2 Kilometer lange, platanenbestandene Flanierzone verbindet die zentrale Plaça Catalunya mit der Kolumbussäule am Hafen.
Südwestlich der Rambles in Richtung des Hügels Montjuïc liegt das Altstadtviertel El Raval, lange als Rotlichtdistrikt verrufen, seit Jahren jedoch im Aufwind und mittlerweile eines der Zentren des Nachtlebens. Ungefähr im geografischen Mittelpunkt der Altstadt erstreckt sich rund um die mächtige Kathedrale das Barri Gòtic, das perfekt erhaltene mittelalterliche Herz Barcelonas mit einem Gewirr aus engsten Gassen und Gässchen. Nordöstlich, durch die neuzeitliche Verkehrsader Via Laietana getrennt, schließt sich das hübsche und lebendige Altstadtviertel La Ribera an, von dem manchmal noch andere Gebiete wie El Born als eigene Viertel abgegrenzt werden.
Landeinwärts davon liegt Sant Pere, das auf den ersten Blick mancherorts noch etwas heruntergekommen wirkt, aber ebenfalls längst eine Spielwiese der Modernisierer geworden ist. Zumindest administrativ zur Ciutat Vella zählt schließlich das erst im 18. Jh. entstandene ehemalige Fischerviertel Barceloneta unmittelbar an der Küste.
Die Küstenlinie
Das lange vernachlässigte Gebiet um den alten Hafen, den Port Vell, hat die umfassendsten Veränderungen erfahren, ebenso die sich nördlich anschließenden Zonen bis weit über Barceloneta hinaus. Das Hafengebiet gewann durch einen Komplettumbau erheblich an Attraktivität, hinter Barceloneta entstand der moderne Olympiahafen Port Olímpic. Die fast fünf Kilometer langen Strände wurden von Müll und Abwassereinleitungen befreit. Und ganz im Norden der Küstenlinie entstand an der Stadtgrenze das völlig neue, hypermoderne Gebiet der Diagonal Mar und des Fòrum 2004.
Eixample
Der Stadtteil mit dem programmatischen Namen (katal. eixample = Erweiterung) entstand ab 1859 kurz nach Abriss der Stadtmauern landeinwärts der Altstadt als moderne Planstadt. Mit seinem schachbrettartigen Aufbau aus großen, sich rechtwinklig kreuzenden Straßen ist er der komplette Gegenentwurf zum verwinkelten Gassengewirr der Ciutat Vella. Der Großteil von Barcelonas berühmten Jugendstilbauten des Modernisme ist hier zu finden, und auch die edelsten Geschäfte haben sich in Eixample angesiedelt.
Die beiden wichtigsten Verkehrsadern sind die Gran Via de les Corts Catalanes (kurz Gran Via genannt), die einen Block oberhalb der Plaça de Catalunya verläuft, und die Avinguda Diagonal, die ihren Namen dem ausnahmsweise schräg zum Schachbrettmuster angelegten Verlauf verdankt. Beide Straßen treffen sich an der Plaça de les Glòries Catalanes, derzeit ein großes Umbauprojekt der Stadt. Nördlich und östlich von Eixample erstrecken sich weitere, touristisch im Allgemeinen weniger interessante Distrikte wie Horta-Guinardó, Nou Barris, Sant Andreu und Sant Martí.
Gràcia und die Zona Alta
Gràcia, oberhalb der Diagonal gelegen und mit der Plaça de Catalunya durch den Passeig de Gràcia verbunden, gilt als traditionelle Arbeitergegend und ist eines jener Viertel, die ehemals selbstständige Dörfer waren. Weitere eingemeindete Gebiete sind Sants, Les Corts, Pedralbes, Sarrià und Sant Gervasi. Letztere drei liegen jenseits der westlichen Avinguda Diagonal und werden auch unter dem Begriff der „Oberstadt“ zusammengefasst, der Zona Alta.
Hoch über Barcelona
Landeinwärts begrenzt der 512 Meter hohe Tibidabo das Stadtgebiet von Barcelona. Er ist der höchste Gipfel der Serra de Collserola und ein beliebtes Ausflugsziel, auch dank der fantastischen Aussicht. Niedriger ist die zweite Erhebung, der nahe dem Hafen ansteigende Montjuïc, der es zwar nur auf 173 Meter Höhe bringt, aber ebenfalls wunderbare Panoramen der Stadt bietet und zahlreiche Museen, Grünanlagen und Sportstätten beheimatet.
Orientiert in Barcelona
Sightseeing-Klassiker
Glaubt man der Statistik, ist die Sache klar: Mit mehr als drei Millionen Besuchern besetzt Gaudís Kirche Sagrada Família Jahr für Jahr unangefochten Platz eins auf der Rangliste. Auf Platz zwei liegt der hoch über dem Viertel Gràcia gelegene Parc Güell, der deutlich über zwei Millionen jährliche Besucher zählt.
UNESCO-Weltkulturerbe
Die größte Attraktion der Stadt ist ihre Architektur. In der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes wird Barcelona gleich mit acht Bauten geführt: Weltrekord! Durchgehend handelt es sich um Werke des katalanischen Jugendstils „Modernisme“, darunter allein sechs Arbeiten von Antoni Gaudí.
Schlendern und Schauen
Rambles: Barcelonas weltberühmter Boulevard, eine Platanenallee voller Atmosphäre. Manchmal sieht man allerdings vor Menschen das Pflaster nicht mehr und weicht dann lieber auf die Gehsteige am Rand aus. Die Straßencafés sind teuer und meist nicht von bester Qualität. → Tour 1
Barri Gòtic: Das mittelalterliche Barcelona erstreckt sich rund um die gotische Kathedrale - ein lebendiges und bestens restauriertes Viertel mit prachtvollen Palästen, engsten Gassen, hübschen kleinen Plätzen und originellen alten Läden. → Touren 3 und 4
Hören und Sehen
Palau de la Música Catalana: Ein Musikpalast des Modernisme-Architekten Domènech i Montaner, erbaut von den besten Kunsthandwerkern Kataloniens. Zu besichtigen auf Führungen oder, schöner noch, während eines Konzerts. Weltkulturerbe. → Tour 5
Museu Picasso: Eines der Top-Museen der Stadt. Es präsentiert in mehreren mittelalterlichen Palästen Werke des genialen Künstlers, der zwar nicht in Barcelona geboren wurde, hier jedoch seine erste Ausstellung feierte. Oft starker Besucherandrang. → Tour 5
Gaudí, Gaudí, Gaudí ...
Palau Güell: Der geniale Architekt Antoni Gaudí konzipierte das nur wenige Schritte abseits der Rambles gelegene Wohnhaus für seinen Freund und Förderer, den Industriellen Eusebi Güell. Die Fassade zeigt typisch gaudieske Schmiedearbeiten, durch die großen Tore konnten Kutschen und Pferde bis ins Gebäude gelangen. Besonders beeindruckend ist die bunte Dachlandschaft der Kamine. Weltkulturerbe. → Tour 2
Casa Batlló und Casa Milà: Zwei spektakuläre Modernisme-Häuser von Gaudí, nur wenige hundert Meter voneinander entfernt in Eixample gelegen. Beide sind Weltkulturerbe, die Casa Milà kann im Sommer auch nachts besucht werden - traumhaft. → Tour 9
Sagrada Família: Gaudís wich-tigstes Werk, das Wahrzeichen Barcelonas und der Besuchermagnet der Stadt. Die große Modernisme-Kirche ist bis heute unvollendet, lohnt einen Besuch aber auf jeden Fall. Teile des Gebäudes sind als Weltkulturerbe ausgewiesen. Kümmern Sie sich rechtzeitig um Eintrittskarten, der Andrang ist immens! → Tour 10
Parc Güell: Oberhalb des Viertels Gràcia verlegte der Meister sich auf die Gestaltung eines Parks, der deutlich seine Vorliebe für naturnahe Formen zeigt. Die „Zona Monumental“, der von Gaudí geschaffene Kernbereich des Parks (Weltkulturerbe), ist nur mit Eintrittskarte zu besuchen und zugangsbeschränkt, oft lange Warteschlangen. → Tour 11
Drei viel besuchte Museen
Museu FC Barcelona: Das Museum im legendären Stadion Camp Nou ist (noch vor dem Picasso-Museum!) die meistbesuchte Ausstellung Barcelonas. → Tour 13
Museu Nacional d’Art de Catalunya: Das Museum auf dem Montjuïc ist die vielleicht bedeutendste Ausstellung Europas für romanische Kunst, besitzt aber auch sehr schöne Beispiele der Gotik und des Modernisme-Kunsthandwerks. → Tour 14
Fundació Joan Miró: Ebenfalls auf dem Montjuïc und architektonisch sehr reizvoll gestaltet vom katalanischen Architekten Josep Lluís Sert, einem Freund Mirós. Neben Werken Mirós sind auch Arbeiten von Tàpies, Moore und Matisse ausgestellt. → Tour 14
Barcelona von oben
Tibidabo: Barcelonas Hausberg zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen auch der Einheimischen, die es insbesondere in den großen Vergnügungspark zieht. Mehrere originelle, aber teilweise nicht ganz billige Verkehrsmittel führen hinauf. Es gibt aber auch eine sehr preisgünstige Variante ... → Tour 12
Montjuïc: Der deutlich näher am Stadtzentrum gelegene Montjuïc mit seinen zahlreichen gepflegten Gärten und vielen Sehenswürdigkeiten ist die urbanere Version eines Hausbergs. Auch er lässt sich mit ganz unterschiedlichen Verkehrsmitteln erobern, am abenteuerlichsten mit der Schwebebahn Transbordador Aeri del Port ab Barceloneta. → Tour 14
Orientiert in Barcelona
Sightseeing-Alternativen
Schwerer noch als bei den Klassikern (zu denen man sehr wohl auch noch manche der hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten zählen könnte), fällt die Auswahl alternativer Glanzlichter. Die folgenden Vorschläge sind deshalb als stark subjektiv geprägt und grundsätzlich unvollständig zu betrachten.
El Born Centre de Cultura i Memòria
Eigentlich hatte aus dem ehemaligen Hauptmarkt ja eine Bibliothek werden sollen. Bei den Arbeiten wurden jedoch die Grundmauern jenes barocken Viertels freigelegt, das beim Bau der bourbonischen Zitadelle (Fremdherrschaft!) zerstört worden war. Heute bilden die Häuser, Kanäle und Straßen, überdacht von der imposanten Marktkonstruktion, ein faszinierendes Museum. → Tour 5
Am Wasser
Museu Marítim: Die Werften am unteren Ende der Rambles erinnern an die goldenen Zeiten Barcelonas als Stadt des Seehandels und sind ein bedeutendes Monument der Profanarchitektur des 16. und 17. Jh. Heute beherbergen sie ein exquisites Schifffahrtsmuseum. Quasi als Außenstelle des Museums wurde am Hafen der 1918 erbaute Frachtensegler Santa Eulàlia angedockt. → Tour 7
Port Vell und L’Aquàrium: Der umgestaltete Bereich des alten Hafens ist ein schönes Gebiet für ein Picknick in der Sonne, einen Bummel durch das Shoppingcenter Maremàgnum oder eine Hafenrundfahrt mit den „Golondrinas“ (Schwalben) genannten Ausflugsbooten. Die Hauptattraktion freilich bildet das moderne Aquarium mit seinem 80 Meter langen Unterwassertunnel quer durch das Haifischbecken. → Tour 7
Barcelonas Strände: Über fast fünf Kilometer Länge erstrecken sich die Strände zwischen dem Viertel Barceloneta und dem Gelände des Fòrum 2004. Vielleicht das Beste daran ist die breite Promenade, die die Strände fast durchgehend begleitet und sich wunderbar für ausgedehnte Spaziergänge und kurze Fahrradtouren eignet, vorbei an Kunstwerken wie Rebecca Horns „Verletztem Stern“ und dem Bronzedraht-Fisch von Frank Gehry. → Tour 8
Heimliche Konkurrenten
La Ribera/El Born: Fast ausnahmslos spülen die großen Kreuzfahrtschiffe im Hafen ihre Passagiere direkt auf die Rambles und dann ins benachbarte Barri Gòtic. El Born, streng genommen ein „Unterviertel“ von La Ribera, bleibt bei den Gruppentouren meist außen vor. Dabei gibt es auch hier mittelalterliche Paläste und enge Bummelgassen, Designershops und fantastische Museen. Am Abend läuft der betriebsame Born mit seinen zahllosen guten Bars und Restaurants dem Barri Gòtic ohnehin den Rang ab. → Tour 5
Hospital de la Santa Creu i de Sant Pau: Nur etwa zehn Minuten Fußweg trennen die Sagrada Família von diesem herrlichen Jugendstilhospital. Doch während Gaudís Basilika von Besuchern geradezu überrannt wird, haben Modernisme-Liebhaber das auch als „Sant Pau Recinte Modernista“ bekannte Ensemble fast noch für sich. Weltkulturerbe. → Tour 10
Santa María del Mar: Barcelonas Kathedrale mag die größte gotische Kirche der Stadt sein und ein Prachtstück für sich. Von den Einheimischen geliebt wird jedoch Santa María del Mar im Viertel La Ribera/El Born. Gleichzeitig gilt die „Kathedrale des Volkes“, wie sie auch genannt wird, dank ihrer perfekten Proportionen als das schönste Beispiel der katalanischen Gotik überhaupt. → Tour 5
Museu de Cultures del Mòn: Sonntags ab 15 Uhr sowie an jedem ersten Sonntag im Monat ganztags ist das Picasso-Museum gratis zu besuchen - die ohnehin oft langen Warteschlangen erreichen dann verblüffende Dimensionen. Vergleichsweise ruhig bleibt es hingegen im nahen „Museum der Kulturen der Welt“, das dann ebenfalls freien Eintritt bietet. Die exzellente Ausstellung, erst 2015 eröffnet, verteilt sich auf zwei Paläste und präsentiert wunderbar arrangierte Kunstwerke alter Kulturen aus Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien. → Tour 5
Uralt und brandneu
Museu d’Història de la Ciutat: Ein Museum für Stadtgeschichte, nun ja, da gibt es sicher Interessanteres ... Von wegen! Ein Besuch wird zu einer faszinierenden Reise durch die Jahrhunderte, geht es doch neun Meter unterhalb des heutigen Straßenniveaus auf gläsernen Stegen über die Reste des römischen und westgotischen Barcelona, vorbei an Werkstätten, Gassen, Wohnhäusern und frühchristlichen Kirchen. Erst im mittelalterlichen Palau Reial erblickt man wieder das Tageslicht. → Tour 4
Plaça de les Glòries Catalanes: So neu gestaltet ist dieser riesige Platz, dass er zuletzt in Teilen noch eine Baustelle war. Mindestens drei Gründe sprechen dennoch für einen Besuch: der Blick auf das markante Hochhaus Torre Agbar, das neue Designmuseum Museu del Disseny und die hypermoderne Markthalle Nous Encants, die seit wenigen Jahren dem traditionsreichen Flohmarkt Els Encants eine neue Heimat bietet. Für Letztere muss man sich allerdings einen Montag, Mittwoch, Freitag oder Samstag aussuchen, sonst steht man vor verschlosser Tür. → Tour 10
Orientiert in Barcelona
Essen gehen
Das gastronomische Angebot ist überwältigend. Die katalanische Metropole zählt über 20 Restaurants mit einem oder mehreren Michelinsternen, mehr als jede deutsche Stadt. Auch außerhalb der Gourmet-Tempel lässt sich kreative und saisonal inspirierte Küche finden - es muss ja nicht einer der Neppschuppen an den Rambles sein.
Ausführliche Restaurant-Beschreibungen finden Sie jeweils am Ende einer Stadttour
Alle Restaurants, geordnet nach Küchen, finden Sie ab hier
Informationen zur katalanischen Küche finden Sie ab hier
Katalanische Küche
Die traditionsreiche und vielfältige katalanische Küche profitiert von der Nähe zum Meer, doch hat auch die deftige Bergküche ihren festen Platz auf dem katalanischen Speisezettel. Mittlerweile ist eine ganze Generation junger Chefs angetreten, die überlieferten Rezepte modern und zeitgemäß leicht zu interpretieren. Einige sind Schüler des legendären Ferran Adrià, alle aber eint die Lust an kulinarischen Experimenten. Einer dieser Könner ist der michelinbesternte Chef Jordi Vilà vom Alkimia, das 2016 von seinem früheren Standort in Eixample ins Gebäude der Kultbrauerei Moritz umgezogen ist. Traditioneller speist man, ganz dem Namen gemäß, im Freixa tradició, das leider etwas abseits liegt. Aber auch mitten im zentralen Barri Gòtic finden sich Lokale mit klassisch-katalanischer Küche, darunter so altehrwürdige Adressen wie das Pitarra (eröffnet 1890) und, ein wenig mehr in Richtung katalanischer Hausmannskost, das sehr beliebte Can Culleretes, gegründet 1786 und damit das älteste Lokal der Stadt. Der regionalen Küche verschrieben hat sich auch Senyor Parellada im Born-Viertel, ein Lokal mit hübscher Innendekoration und prima Preis-Leistungs-Verhältnis.
Tapas
Barcelona hat die Tapas, die berühmten Appetithäppchen der spanischen Küche und eigentlich keine katalanische Spezialität, neu entdeckt. Das Fremdenverkehrsamt spricht in diesem Zusammenhang sogar von der „vielleicht einzigen Kulturrevolution, die die Stadt in den letzten hundert Jahren erlebt hat“. Dabei existieren manche Tapa-Klassiker schon viele Jahrzehnte, zum Beispiel ganz unten im Barri Gòtic die winzige Bar La Plata, die seit 1945 genau vier Tapa-Sorten serviert: Tomatensalat, Anchovis, Butifarra-Wurst und vor allem die frittierten Fischchen „Pescadito frito”. Jüngeren Datums sind die avantgardistischen Tapa-Tempel wie das Tapaç 24 des Starkochs Carles Abellán in Eixample, das asiatisch inspirierte Dos Palillos in El Raval und das berühmte Tickets von Albert Adrià. Doch nicht nur Designer-Tapas sind im Trend, auch die in den vielen baskischen Bars angebotenen „Pintxos“ (Tapas auf Weißbrot) haben ihren Reiz, auszuprobieren beispielsweise im Bilbao Berria gleich bei der Kathedrale.
5 Tipps für 5 Abende
„La Palmera“ - Degustationsmenüs: Das aus einem Delikatessengeschäft hervorgegangene Restaurant in Eixample bietet zeitgemäße Interpretationen der regionalen Küche. Ein Tipp sind insbesondere die Menüs aus sechs unterschiedlichen kleinen Gerichten. → Tour 9
„El Nacional“ - Halle voller Lokale: Nicht die Küchenkunst steht hier im Vordergrund, sondern das Ambiente. El Nacional, untergebracht in einem spektakulär dekorierten ehemaligen Theater- und Industriegebäude von 1889, birgt eine ganze Reihe von Bars und Restaurants, deren Spezialitäten von Tapas über Fleischgerichte bis zu Fisch und Meeresfrüchten reichen. „Multi-Espacio“ nennt sich dieses Konzept in Barcelona. → Tour 9
„Sésamo“ - vegetarisch: Ein wenig anders (und ein wenig teurer) als der übliche Vegetarier um die Ecke ist dieses kleine Restaurant am Rand des Raval-Viertels. Sein Chef zaubert aus Bio-Produkten ungewöhnlich kreative Speisen, die auch Nicht-Vegetarier sehr positiv überraschen. Besonders empfehlenswert ist das siebengängige Menü. Auch vegane Optionen. → Tour 2
„Euskal Etxea“ - baskische Pintxos: Kein Lokal, in dem man den ganzen Abend verbringen würde, aber perfekt als Ausgangspunkt einer Bar-Hopping-Tour durch das Born-Viertel. Lassen Sie sich einen Teller geben und wählen Sie einige der appetitlichen Pintxos von der Theke. Dazu einen Sidra (Apfelwein), ein Glas frischen Txakolí-Wein oder ein kleines Bier, hier Zurito genannt. Abgerechnet wird nach Anzahl der Zahnstocher, die die Pintxos zusammenhalten. Und weiter geht’s in die nächste Bar gleich um die Ecke, zum Beispiel ins Xampanyet. → Tour 5
„Jai-Ca“ - Fisch-Tapas: Barceloneta ist die Adresse für maritime Genüsse und das rustikale Jai-Ca eine der besten Tapa-Bars im Viertel. Ein wenig Durchsetzungsvermögen benötigt man unter den vielen Einheimischen schon, und man sollte früh da sein, um überhaupt einen Stehplatz zu bekommen. Der fantastische Fisch und die exquisiten Meeresfrüchte zu bezahlbaren Preisen belohnen jedoch jede Mühe. → Tour 8
Orientiert in Barcelona
Ausgehen
Barcelonas berühmtes Nachtleben kommt spät in die Gänge - dann aber gewaltig. In den Clubs geht es oft erst um zwei Uhr morgens richtig los. Davor zieht man um die Häuser, trinkt ein Glas hier, eins dort: „Ir de copas“ heißt das. Die Nightspots verteilen sich über fast das gesamte Stadtgebiet bis hin zum Montjuïc.
El Raval
Das einstige Schmuddelviertel, auch heute noch alles andere als stromlinienförmig, bedient Jazzliebhaber ebenso wie Fans moderner Technotempel und Freunde uralter Absinth-Kneipen. Ein Tipp für Cocktails ganz klassischer Natur ist das Boadas gleich neben den Rambles. Elektronische Tanzmusik neuester Generation läuft im Moog in einer Seitengasse der unteren Rambles und in der Sala Apolo an der Avinguda Paral.lel (und damit genau genommen ganz knapp außerhalb des Raval). Zeitreisen in die Vergangenheit ermöglichen die nostalgischen Bars des Viertels, von denen einige unter Denkmalschutz stehen, darunter die 1910 eröffnete London Bar.
Barri Gòtic
Im Vergleich zum Raval oder Born geht es im mittelalterlichen Herzen der Stadt nachts eher ruhig zu. Eine Ausnahme ist das Gebiet um die Plaza Reial. Ein Klassiker dort ist der Jamboree Jazz & Dance Club, etwas meerwärts empfängt der Club La Macarena die House- und Technoszene.
La Ribera/El Born
Ein sehr lebendiges Nachtviertel, in dem sich vieles auf der Straße oder beim Hopping von Bar zu Bar abspielt. Exquisite Drinks gibt es in der Cocktail Bar Juanra Falces, Alternativambiente im baumbestandenen Innenhof findet sich in der Bar de l’Antic Teatre im angrenzenden Viertel Sant Pere. Leider muss die Terrassenbar mit Kleinkunstbühne schon um 23 Uhr schließen.
Port Olímpic
Kurz vor dem eigentlichen Olympiahafen, direkt am Strand unterhalb des glänzenden Gehry-Fischs, erstreckt sich eine ganze Zeile voller schicker Lokale, die tagsüber als Restaurant und nachts als Club fungieren. Das Publikum ist edel gewandet, die Preise sind hoch. Eine der prominentesten (und teuersten) Adressen hier ist der Carpe Diem Lounge Club, kurz und knapp CDLC.
Eixample
Hier liegen die Bars und Clubs naturgemäß weiter verstreut als in der eng-verwinkelten Altstadt. Cocktails in klassischem Ambiente serviert Dry Martini hoch oben im linken Eixample. Eine deutlich jüngere Klientel bedient der nahe der Plaça Catalunya gelegene Club Barcelona City Hall.
Gràcia
Das alternativ angehauchte Viertel feiert gerne im Freien auf einem der zahlreichen kleinen Plätze wie der Plaça del Sol. Einen gewissen Kontrast bildet der bereits 1985 eröffnete Nobelclub Otto Zutz, mit entsprechendem Preisniveau ein Treffpunkt vor allem der Reichen und Schönen.
5 Tipps für 5 Abende
„Marsella“: Eine nostalgische Tränke im Raval, schon von Ernest Hemingway und Salvador Dalí besucht. Als das Gebäude 2013 verkauft und die Bar geschlossen werden sollte, erwarb die Stadt das Anwesen kurzerhand. Internationales Publikum, beliebtester Drink ist Absinth.
„Harlem Jazz Club“: Der Klassiker im Barri Gòtic wurde bereits 1987 eröffnet. In dem schlicht gestylten Club finden praktisch täglich Konzerte statt, neben Jazz auch Blues, Son Cubano etc. Tickets und Getränke sind erfreulicherweise recht günstig.
„Miramelindo“: Die große, reizvoll im Kolonialstil eingerichtete Bar im Born-Viertel ist meistens sehr gut besucht und dementsprechend lebhaft und laut. Serviert werden vor allem Cocktails, insbesondere Mojitos und Caipirinhas.
„Razzmatazz“: Eine der bekanntesten Nachtadressen der Stadt, leider etwas abgelegen im Viertel Poblenou. Das riesige Fabrikgebäude mit Dachterrasse beherbergt insgesamt fünf Clubs mit ganz unterschiedlicher Musik, auf der Konzertbühne sind schon viele berühmte Bands aufgetreten.
„La Terrrazza“: Noch ein geradezu legendärer (wenn auch immer wieder von Schließung bedrohter) Bestandteil der Nachtszene Barcelonas. Der Open-Air-Club im Ibiza-Stil liegt auf dem Gelände des „Spanischen Dorfs“ Poble Espanyol auf dem Montjuïc. Musikalisch geht die Reise in Richtung House und Techno, befeuert von internationalen Top-DJs. Nur im Sommer geöffnet.
Orientiert in Barcelona
Shopping
Die Möglichkeiten zum Schaufensterbummel sind geradezu paradiesisch. Das Angebot ist überwältigend: Barcelona zählt rund 35.000 Geschäfte aller Couleur. Billig ist die Stadt freilich nicht, auch wenn sich, beispielsweise bei Schuhen und Kleidung, gelegentlich echte Schnäppchen machen lassen.
Groß in Mode
Auf der Suche nach den neuesten Modetrends? Barcelona ist eine der Fashion-Metropolen Europas. Katalanische und spanische Designer haben längst den internationalen Modemarkt erobert, Namen wie Custo, Adolfo Domínguez und Antonio Miró sind zum Begriff geworden. Dies gilt natürlich erst recht für die großen Ketten wie Zara, Mango oder die Schuhmarke Camper, die topaktuelle und gleichzeitig preiswerte Ware offerieren. Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf einen günstigen Fang zur Zeit des saisonalen Schlussverkaufs vom 7. Januar bis Anfang März und im Juli/August: Achten Sie auf das Schild „Rebaixes“ (span.: Rebajas), das herabgesetzte Preise signalisiert.
Souvenirs
Eine nette Erinnerung sind kulinarische Souvenirs. Wie wäre es mit ein paar Flaschen Cava, Wein oder Coñac? Alles ausgesprochen preiswert. Ebenfalls deutlich günstiger als bei uns sind kubanische Zigarren. Ein besonderes Einkaufsvergnügen ist auch ein Bummel durch eine der vielen traditionellen Markthallen Barcelonas, die es in praktisch jedem Viertel gibt.
Shoppen in der Altstadt
In der Altstadt finden sich noch teilweise uralte Läden, für die der Ausdruck Produktdiversifizierung nachgerade ein Schimpfwort darstellt. Sie suchen ein Fachgeschäft für getrockneten Kabeljau, für Textilien des 18. Jahrhunderts, für handgemachte Espadrilles oder für Köstlichkeiten aus Klöstern? Auf ins Barri Gòtic!
Barri Gòtic: Eine ganze Reihe traditioneller Läden liegt im Umfeld der Kathedrale und der Plaça del Pi, zum Beispiel das bereits 1760 gegründete Kerzengeschäft Cereria Subirà. Nette kleine Boutiquen gibt es im Carrer d’Avinyó, internationale Ketten und Schuhgeschäfte finden sich vor allem an der Fußgängerzone Avinguda del Portal de l’Angel, die von der Kathedrale zur Plaça de Catalunya führt. Ein gigantisches Sportgeschäft in ungewöhnlich zentraler Lage ist die Filiale der französischen Kette Decathlon. → Touren 3 und 4
Ribera/El Born: Im Trendviertel El Born haben zahlreiche Designergeschäfte und Outlets eröffnet, vor allem südlich des Passeig del Born am Carrer del Rec und in seinen Seitengassen; ein besonders reizvoll gestalteter Laden ist Loisada am Carrer dels Flassaders. Daneben existieren jedoch weiterhin die nostalgischen Geschäfte von anno dazumal wie die fast schon museale Rösterei Can Gispert und die traditionsreiche Metzgerei Botifarrería de Santa Maria. → Tour 5
El Raval: Sicher kein Shopping-Viertel par excellence. Secondhand-Fans finden jedoch in der „Vintage-Gasse“ Carrer Riera Baixa ein paar spezialisierte Geschäfte, sei es für Mode oder für alte Vinyl-Schallplatten. → Tour 2
In Eixample
Die Stadterweiterung ist das Gebiet der internationalen Ketten, großen Labels und Designerläden. Groß ist das Angebot vor allem am Passeig de Gràcia und der Rambla de Catalunya sowie in den oberen, nahe der Diagonal gelegenen Bereichen des Carrer Balmes und des Carrer Muntaner. Neben vielen Modegeschäften wie den Outlets der Marken Mango und Desigual finden sich auch spezialisierte Läden; sehr hübsch gestaltet ist der Dekoladen Jaime Beriestain Concept Store. Kulinarische Köstlichkeiten vielerlei Art gibt es im herrlich altmodischen „Colmado“ Queviures Murrià, einem Modernisme-Delikatessengeschäft von 1898. Nach Trödel forschen kann man in der modernen Flohmarkthalle Nous Encants, die allerdings nur Mo/Mi/Fr/Sa öffnet. → Touren 9 und 10
An der Avinguda Diagonal
An der großen, die Stadt schräg durchquerenden Hauptstraße stehen, insbesondere in den Außenbezirken, mehrere große Shoppingcenter, die zahlreiche Geschäfte unter einem Dach vereinen, beispielsweise das langgestreckte L’Illa oder das etwas kompaktere Pedralbes Centre. → Tour 13
Außerhalb: La Roca Village
Das künstliche „Dorf“ voller Outlets liegt nahe der Autobahn AP-7 Richtung Girona, Ausfahrt 12 Cardedeu. Viele bekannte Marken, täglich geöffnet. Es gibt auch einen sogenannten „Shopping Express", Hin- und Rückfahrt p. P. 20 €, Details und Buchung auf der Website („Getting here“ klicken): www.larocavillage.com.
Wege durch Barcelona
Entlang der Rambles zum Meer
Tour 1
Es ist wohl nicht übertrieben, diesen prächtigen, baumbestandenen Boulevard als den berühmtesten Kilometer Spaniens (genauer gesagt sind es 1,2 km) zu bezeichnen, gleichermaßen heiß geliebt von Touristen wie von den Einwohnern selbst.
Mercat de la Boqueria, die berühmteste Markthalle Barcelonas
Museu de l´Eròtica, das einzige seiner Art in Spanien
Gran Teatre del Liceu, glanzvolles Opernhaus, auferstanden aus Ruinen
Jamón Experience, alles über spanischen Schinken
Museu de Cera, Prominenz in Wachs
Die Flaniermeile der Stadt
Rambles
Rambla, abgeleitet vom arabischen Wort „ramla“ (sandiger Boden), bedeutet im ganzen Land eigentlich ein im Sommer ausgetrocknetes Flussbett, das als Weg benutzt wird; und genau das waren die Rambles früher auch. Bis ins 18. Jh. lagen sie außerhalb der Stadtmauern. Mit deren Abriss entstanden am Rand der Rambles die ersten Adelspaläste, im 19. Jh. wurden schließlich die Platanen gepflanzt, die so viel zur heiteren Atmosphäre der Flaniermeile beitragen. Bleibt die selbst in Barcelona offene Frage, ob es auf Català nun die Rambles oder die Rambla heißen muss. Wir verwenden den Plural, da es sich um eine Folge mehrerer Abschnitte handelt: von der Plaça de Catalunya aus gesehen nacheinander die Rambla Canaletes, Rambla dels Estudis, Rambla Sant Josep, Rambla dels Caputxins und Rambla Santa Mònica.
Die Rambles sind Reich der Fußgänger; Autos müssen mit den schmalen Fahrstreifen links und rechts der platanenbestandenen Pflasterzone vorliebnehmen. Auf dieser geben eine ganze Reihe von Zeitschriftenkiosken und Blumenständen den Rahmen für ein Volkstheater besonderer Art, in dem die Zuschauer gleichzeitig auch Akteure sind. Man flaniert oder sitzt in einem der Cafés und lässt flanieren. Zu einem wahren Hexenkessel werden die Rambles, wenn der Fußballklub FC Barcelona ein wichtiges Spiel gewonnen hat, vorzugsweise gegen die Rivalen aus Madrid. Dann fließt der Cava in Strömen, kreist stundenlang ein ohrenbetäubend hupender Corso von Autos, aus deren Fenstern die blau-roten Fahnen des Vereins und die rot-gelben Kataloniens flattern.

In den ganz späten Stunden gehören die Rambles dann nicht nur in Hafennähe den Prostituierten und Transvestiten, den Pennern und Gestrandeten. Seit der Hafen an Attraktivität gewonnen hat, spazieren jedoch verstärkt auch auf den unteren Rambles Pärchen und Grüppchen von Flaneuren. Vielleicht noch ein letzter Kaffee im
Pinotxo, dessen Tresen im Markt Boqueria ab sechs Uhr öffnet, dann ist die Nacht unwiderruflich vorbei ...
Spaziergang
Startplatz zu einem Rambles-Bummel ist die Plaça de Catalunya (Infostelle, Metrostation), ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und die Grenze zwischen Altstadt und der Stadterweiterung Eixample. Lange wird sich hier niemand aufhalten wollen: Zu hektisch wimmeln die Massen, zu ungemütlich wirkt der weite, erst 1927 fertiggestellte Platz, der fast dieselben Ausmaße besitzt wie der Petersplatz in Rom
Die Rambles und ihre Besucher
Laut einer Studie der Vereinigung „Freunde der Rambla“ sollen jährlich mehr als 78 Millionen Personen den Boulevard bevölkern, was einem Schnitt von über 210.000 Besuchern pro Tag entspricht. Rund 58 Prozent der Flaneure stammen aus dem Ausland,
21 Prozent aus dem Rest Spaniens und immerhin wiederum 21 Prozent sind aus Barcelona selbst - womit die in der Stadt gängige Meinung widerlegt wäre, die Barcelonesen würden den Rummel der Rambles nach Möglichkeit meiden.
Der erste Abschnitt der Rambles, die Rambla Canaletes, verdankt ihren Namen der eisernen Wasserstelle Font de Canaletes aus dem 19. Jh., seit den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts traditionell mittäglicher Treffpunkt der diskutierfreudigen Rentner unter den Fans des FC Barcelona. Wer das Wasser des Brunnens trinkt, soll für immer in Barcelona bleiben, so die Legende. Die Stühle in diesem Bereich ermöglichen es auch Ärmeren, ohne Verzehrzwang dem quirligen Leben zuzusehen. Die sich an die Rambla Canaletes anschließende Rambla dels Estudis ist nach der früher hier ansässigen Universität benannt. Treffender war lange der heute ebenfalls gebräuchliche Name Rambla dels Ocells, „Vogel-Rambla“, verkauften hier doch zahlreiche Stände die gefiederten Sänger, außerdem auch Meerschweinchen, Fische, Schildkröten und junge Hunde; Tierfreunde werden sicher begrüßen, dass die Stadtverwaltung die Standbesitzer zu einer Änderung ihres Gewerbes gezwungen hat. Am Ende dieses Abschnitts steht rechts, an der Ecke zum Carrer Carme, die gotisch- barocke Jesuitenkirche Església de Betlem, nach einem Brand 1680 neu errichtet, und auf der anderen Seite der Rambla der restaurierte Palau Moja. Der Adelspalast des 18. Jh., benannt nach seiner Besitzerfamilie, dient gelegentlich als Ausstellungsort; der Eingang liegt um die Ecke.
Modernisme an den Rambles: Casa Bruno Cuadros
Die folgende Rambla Sant Josep wird auch Rambla dels Flors genannt, nach den zahlreichen Blumenständen, die hier stehen; diese haben eine lange Tradition, gehen sie doch bis ins Jahr 1853 zurück. Gleich zu Beginn der Rambla liegt rechts, direkt gegenüber der Betlem-Kirche, der Palau de la Virreina. Dieser Palast wurde um 1775 für den Vizekönig von Peru erbaut, der allerdings vor der Fertigstellung starb; seine Witwe jedoch lebte später in dem Gebäude, das deshalb „Palast der Vizekönigin“ heißt. Heute beherbergt es neben einem kulturellen Info-Zentrum wechselnde Ausstellungen und einen Ticketvorverkauf (z.B. Museu Picasso, Casa Lleó Morera). Ganz anderer Natur sind die „Sehenswürdigkeiten“ im Markt → Mercat de la Boqueria ein Stück weiter, etwas zurückversetzt von den Rambles. Ein Blick hinein auf das schier überreiche Angebot lohnt sich auch ohne Kaufabsicht, man sollte aber wegen der teilweise gewöhnungsbedürftigen Geruchskulisse besser nicht mit leerem Magen kommen. Etwa gegenüber dem Eingang zur Boqueria liegt auf Hausnummer 96 das kleine → Museu de l’Eròtica, laut Eigenwerbung das einzige Erotikmuseum in Spanien. Meerwärts gleich nebenan steht der moderne Palau Nou de la Rambla, 1992 errichtet und so gestaltet, dass die Fassade einen Durchblick zur Kirche Santa María del Pi gewährt; er beherbergt unter anderem ein automatisiertes High-Tech-Parkhaus und das noch recht neue Schinken-„Museum“ → Jamón Experience. Den Abschluss dieses Abschnitts der Rambles bildet die Pla de la Boqueria, ein kleiner, auch Pla de l’Os genannter Platz, dessen buntes Pflaster 1976 von Joan Miró entworfen wurde. In seinem Umfeld finden sich interessante Modernisme-Fassaden wie die Casa Bruno Cuadros (1885), dekoriert mit Regenschirmen und chinesischem Drachen, und gegenüber auf Nummer 83 die mit reichlich Buntglas geschmückte Casa Figueres (1902), Sitz der traditionsreichen Konditorei Escribà.
Die Rambla dels Caputxins (Rambla der Kapuzinermönche), auch Rambla del Centre genannt, erstreckt sich meerwärts der Pla de la Boqueria und war der erste Abschnitt der Rambles, der seinerzeit zu einer Promenade ausgebaut worden war. Sie ist vor allem die Rambla der Boulevard-Cafés, darunter auf Nr. 79 das berühmte Café de l’Òpera, bereits 1929 gegründet und eines der ältesten der Stadt. Auf der rechten Seite erhebt sich eines der schönsten Opernhäuser Spaniens, das → Gran Teatre del Liceu, erbaut 1847. Wenige Schritte weiter liegt das elegante Hotel Oriente aus dem Jahr 1882, vormals ein Kloster des 17. Jh. Meerwärts öffnet sich hinter einem leicht zu übersehenden Durchgang links der Rambles der wohl schönste Platz Barcelonas, die Plaça Reial, die einen kleinen Abstecher allemal lohnt; von der Südecke des Platzes führt die pittoreske Passatge Bacardí zurück zu den Rambles. Ebenfalls den winzigen Umweg wert ist der von Gaudí gestaltete Palast Palau Güell im Carrer Nou de la Rambla 3, von der Passatge Bacardí aus etwas landeinwärts und jenseits der Rambles.
Essen & Trinken
2Café Zürich
7Quiosco Pinotxo
9El Quim de la Boqueria
10Café de l´Òpera
11Café El Bosc de les Fades
Einkaufen
1El Triangle
3Desigual
4Carrefour Market
5Custo
6Casa Beethoven
8Mercat de la Boqueria
Die Rambla de Santa Mònica, der letzte Abschnitt des Boulevards und unmittelbar vor dem Hafen, beginnt an der Plaça del Teatre, benannt nach dem gegenüberliegenden Teatre Principal, einem der ältesten ganz Spaniens: Die erste Vorführung hier fand 1597 statt. Lange geschlossen, beherbergt das renovierte Prachtstück heute u.a. eine (teure) Showbühne nebst Club. Diese Rambla lässt, ebenso wie die hier abzweigende, schmale „Töpferstraße“ Carrer dels Escudellers, immer noch ein wenig den früheren Rotlicht-Charakter erahnen; nicht nur abends lauern an den Seiten gelegentlich eindeutig gekleidete Damen, die nicht immer wirklich weiblichen Geschlechts sind. Auf der in Richtung Meer gesehen rechten Seite ist auf Hausnummer 7 in einem ehemaligen Konvent des 17. Jh. das Kunstzentrum Centre d’Art Santa Mònica untergebracht, in dem wechselnde Ausstellungen stattfinden. Schräg gegenüber liegt in einer winzigen Seitengasse das Wachsfiguren-Museum → Museu de Cera. Auf diesem Abschnitt der Rambles treffen sich auch die Porträtmaler, ebenso die von Zuschauern umdrängten „lebenden Statuen“, die ihre mehr oder weniger spektakulären Kostüme vorführen - und in ihrem Gefolge die Taschendiebe. Bis vor wenigen Jahren gab es noch viel mehr dieser Freiluftartisten, doch hat die Stadtverwaltung ihre Zahl und ihren Standort nun streng limitiert. Von hier ist man schnell bei der Kolumbussäule Monument a Colom am Hafenbereich Port Vell.
Barcelona und seine Markthallen
An die 40 Markthallen zählt Barcelona, jede das kulinarische Zentrum ihres Viertels und ein Hort der Tradition: Oft sind die Marktstände schon in der dritten oder vierten Generation im Besitz derselben Familie. Die große Zeit der Hallen begann etwa Mitte des 19. Jh.; vorher hatte der Handel vornehmlich auf Plätzen unter freiem Himmel stattgefunden. In den folgenden, durch Industrialisierung, Dynamik und Wachstum geprägten Jahrzehnten wurden die Markthallen zum Wahrzeichen des Fortschritts. Imposante, weitläufige Konstruktionen aus Stahl und Glas entstanden, überwölbt von mächtigen
Kuppeln - Kathedralen der modernen Zeit. Zu den beeindruckendsten Beispielen dieser kraftvollen und doch lichten Architektur zählen neben der Boqueria auch der riesige Antic Mercat del Born (1876) im Viertel El Born und der Mercat de Sant Antoni (1882) jenseits von El Raval. Viele wurden in den letzten Jahren restauriert oder sind (wie der Mercat de Sant Antoni) gegenwärtig in Umbau. Andere finden einen völlig neuen Verwendungszweck, darunter der Antic Mercat del Born, der zu einem Kultur- und Geschichtszentrum umgewidmet wurde.