Präambel

Karten zum Download

Da die Karten je nach E-Book-Reader nicht immer optimal dargestellt werden, stellt der Michael Müller Verlag Ihnen als besonderen Service die in diesem Buch veröffentlichten Karten zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Gehen Sie auf www.michael-mueller-verlag.de/Karten. Von dort können Sie die Karten im PDF-Format herunterladen. Die Karten stehen Ihnen nur zu Ihrem privaten Gebrauch zur Verfügung. Eine Vervielfältigung und Weitergabe der Dateien verstößt gegen das Copyright.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der Dateigrößen die PDFs möglichst mit einer stabilen Verbindung (z.B. WLAN) heruntergeladen werden sollten.

Produkt-ISBN: 9783956543036
Inhaltsverzeichnis
Bodensee: Die Vorschau
Hintergründe & Infos
Natur und Umwelt
Klima und Reisezeit
Geschichte
Übernachten
Essen & Trinken
Unterwegs am Bodensee
Aktiv im und am Bodensee
Baden
Golf
Inlineskaten
Kanuwandern
Klettern
Radfahren
Segeln
Surfen/Kitesurfen
Tauchen
Wandern
Wellness
Wissenswertes von A bis Z
Internet
Karten
Ländervorwahlnummern
Literatur
Tourist-Informationen
Wechselkurs
Zoll
Bodensee - die Reiseziele
Rund um Konstanz und Radolfzell
Konstanz
Insel Mainau
Auf dem Bodanrück
Litzelstetten
Dingelsdorf
Wallhausen
Insel Reichenau
Allensbach
Langenrain
Markelfingen
Möggingen
Liggeringen
Radolfzell
Geschichte
Sehenswertes
Halbinsel Höri
fastheadless20bold.gifRadtour zum Kennenlernen für Ambitionierte
Moos
Iznang
Horn
Gaienhofen
Hemmenhofen
Wangen
Öhningen
Rund um Überlingen und Meersburg
Bodman
Ludwigshafen
Sipplingen
Überlingen
Salem
Klosterkirche Birnau
Seefelden
Unteruhldingen
Pfahlbaumuseum
Meersburg
Hagnau
Markdorf
Rund um Friedrichshafen und Lindau
Immenstaad
Friedrichshafen
Eriskirch
Langenargen
Tettnang
Kressbronn
Nonnenhorn
Wasserburg
Lindau
Rund um Bregenz
Bregenz
Lochau
Rheindelta
Hard
Höchst
Lustenau
St. Margrethen
Altenrhein
Rund um St. Gallen
Rorschach
St. Gallen
Arbon
Romanshorn
Kreuzlingen
Schweizer Unterseeufer und Hochrhein
Gottlieben
Ermatingen
Berlingen
Steckborn
Mammern
Hochrhein
Stein am Rhein
Insel Werd
Diessenhofen
Schaffhausen
Rheinfall
Kleiner Wanderführer
Wanderung 1: Rund um den Mindelsee
Wanderung 2: Auf den Schiener Berg
Wanderung 3: Zu den Sehenswürdigkeiten am Südufer des Überlinger Sees
Wanderung 4: Vom Bodensee über Spittelsberg zum Römerbrunnen und zurück
Wanderung 5: Von Überlingen nach Sipplingen zu den Wundern der Eiszeit
Wanderung 6: Zu den Weihern im Hinterland von Uhldingen-Mühlhofen
Wanderung 7: Entlang der Argen im Hinterland des Bodensees
Wanderung 8: Schweizer Schoki, Bunker und Planeten bei Kreuzlingen
Index
Alles im Kasten
Weltkulturerbe Pfahlbauten
Fischerei
Die Schweiz - ein sündhaft teures Pflaster
Speisefische im Bodensee
Die Bodenseeschifffahrt
Johannes (Jan) Hus
Das Wollmatinger Ried: ein ökologisches Reservat
Was nicht im Mainauführer steht
Künstler und Schriftsteller in Allensbach
Allensbacher Seeprozession
Auf den Spuren der Wähler und Verbraucher
Marienschlucht: Wandern durch die Klamm
Der Mindelsee: ein unverbautes Vogelparadies
Naturschutztage in Radolfzell
Juncker und Draghi für die Hauswand

Kunst und Karossen - Ausflug ins MAC in Singen
Franz Anton Mesmer - Scharlatan oder Genie?
Stille, Luft und Wasser

Die Hemmenhofener Künstler
Mehr als Most
Peter Lenk - bezahlte Skandale aus Bodman
Trinkwasser für die Schwaben
Das Mekka der Sporttaucher
Wanderweg rund um den Überlinger See
Suso-Haus - ein Ort der Spiritualität
Salem, Deutschlands feinste Privatschule
Bahn-Leidenschaften
Die hässliche Wendelgard
Die Winzer von Hagnau
Draenert - Meisterwerke aus Stein
Graf Zeppelin: der Vater der „Luft-Zigarren“
Hans Purrmann: der Expressionist vom Bodensee
Hängebrücke über die Argen
Familientreffen der Nobelpreisträger
vorarlberg museum - ein gelungenes Kunstwerk
Bregenzer Festspiele
Kaleidoskop im Yachthafen
Forum Würth - hochkarätige Kunst in Rorschach
Classic Bodensee - neun Technik-Museen auf einen Streich
See-Burgtheater - Lust und Frust in der Provinz
Gottlieber Hüppen für die Hüften
Groppenfasnacht
Zwei Frauen und ein Aperó
Kartause Ittingen: Kunst, Kultur und Klosterleben
„No e Wili”
Johann Rudolf Schmid Freiherr von Schwarzenhorn
Tragische Verwechslung
Vergoldetes Gemächt
Kartenverzeichnis
Bregenz
Friedrichshafen
Insel Mainau
Konstanz
Lindau
Meersburg
Radolfzell
Rund um Bregenz
Rund um Friedrichshafen
Rund um Konstanz
Rund um Lindau
Rund um Meersburg
Rund um Radolfzell
Rund um St. Gallen
Rund um Überlingen
Schweizer Untersee & Hochrhein
St. Gallen
Überlingen
Übersicht der Wanderungen
Wanderung 1: Rund um den Mindelsee
Wanderung 2: Auf dem Schiener Berg
Wanderung 3: Zu den Sehenwürdigkeiten am Südufer des Überlinger Sees
Wanderung 4: Ludwigshafen Vom Bodensee über Spittelsberg zum Römerbrunnen und zurück
Wanderung 5: Überlingen Von Überlingen nach Sipplingen zu den Wundern der Eiszeit
Wanderung 6: Zu den Weihern im Hinterland von Uhldingen-Mühlhofen
Wanderung 7: Argen und Hinterland des Bodensees
Wanderung 8: Kreuzlingen Schweizer Schoki, Bunker und Planeten bei Kreuzlingen
Zusätzliche Informationen
Alle Wanderungen in diesem Reiseführer sind mittels GPS kartiert. Waypoint-Dateien zum Downloaden unter: www.michael-mueller-verlag.de/gps
Ökotipp: Mit diesem Hinweis haben unsere Autoren Betriebe hervorgehoben, die sich bemühen, regionalen und nachhaltig erzeugten Produkten den Vorzug zu geben.
Was haben Sie entdeckt? In welchem Gasthof hat es Ihnen besonders gut geschmeckt, in welchem Hotel haben Sie sich wohl gefühlt, welchen neuen Wanderweg haben Sie entdeckt?
Wenn Sie Empfehlungen, Anregungen oder auch Kritikpunkte haben,
lassen Sie es mich bitte wissen.
Schreiben Sie an: Dr. Hans-Peter Siebenhaar, Stichwort „Bodensee“ | c/o Michael Müller Verlag GmbH | Gerberei 19, D - 91054 Erlangen | hans-peter.siebenhaar@michael-mueller-verlag.de
Herzlichen Dank für Hilfe und Unterstützung!
Wolfgang Wissler (Konstanz), Gala Conrad (München), Hans Mahr (Köln), Heino Huber (Bregenz)
Die in diesem Reisebuch enthaltenen Informationen wurden vom Autor nach bestem Wissen erstellt und von ihm und dem Verlag mit größtmöglicher Sorgfalt überprüft. Dennoch sind, wie wir im Sinne des Produkthaftungsrechts betonen müssen, inhaltliche Fehler nicht mit letzter Gewissheit auszuschließen. Daher erfolgen die Angaben ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Autors bzw. des Verlags. Autor und Verlag übernehmen keinerlei Verantwortung bzw. Haftung für mögliche Unstimmigkeiten. Wir bitten um Verständnis und sind jederzeit für Anregungen und Verbesserungsvorschläge dankbar.
Aktuelle Infos zu unseren Titeln, Hintergrundgeschichten zu unseren Reisezielen sowie brandneue Tipps erhalten Sie in unserem regelmäßig erscheinenden Newsletter, den Sie im Internet unter www.michael-mueller-verlag.de kostenlos abonnieren können.
Impressum
Text und Recherche: Dr. Hans-Peter Siebenhaar Aktualisierung: Doris Burger Lektorat: Brigitte Seitzer, Veronica Schön, Carmen Wurm (aktuelle Auflage) Redaktion: Kathrin Hilbig Layout: Lisa Kügel Karten: Hans-Joachim Bode, Torsten Böhm, Sarah Glörfeld, Judit Ladik, Gábor Sztrecska, Benedikt Neuwirth, Franziska Maaser, Janina Baumbauer Fotos: siehe Fotonachweis S. 332 Covergestaltung: Karl Serwotka Covermotive: oben: Seefeldener Bucht im Herbst, unten: Schloss in Langenargen (beide Fotos: Markus Mauthe)
6. komplett aktualisierte Auflage 2015
Fotonachweis
Alle Fotos von Dr. Hans-Peter Siebenhaar, außer: Bregenzer Festspiele GmbH: S. 230, 239 | Dieter Britz: S. 19, 25, 27, 140, 145, 188, 219, 225, 227, 229, 236, 246, 259 | Doris Burger: S. 3, 10, 11, 19, 29, 30, 50, 53, 54, 58, 76, 78, 87, 89, 113, 116, 129, 131, 143, 157, 158, 171, 176, 251, 257, 259, 262, 264, 267, 270, 279, 287, 288, 294, 316| fotolia: S. 97 © Andrzej Estko - Folia.com | Holger Spiering: S. 40, 107, 117, 120, 127| Janina Eisele: S. 52, 73, 93, 101, 102, 134, 147, 237, 252, 314, 319, 322, 323, 326 | Markus Mauthe: S. 83, 146, 183, 186, 191, 200, 203, 206, 213, 215, 236, 289, 293 | Ralf-Raymond Braun: S. 70, 163, 175
Unterwegs mit Hans-Peter Siebenhaar
„Jetzt spring endlich“, riefen mir als kleinem Knirps meine beiden fast gleichaltrigen Großcousinen Heidi und Ruth im „Rhy Bad“ in der Altstadt von Schaffhausen zu. Es kostete mich große Überwindung, denn das smaragdgrüne Wasser, das aus dem Bodensee in Richtung Nordsee floss, war eiskalt - selbst im heißen August. Diese aus meiner Sicht arktische Erfahrung in der malerischen Holzbadeanstalt machte mich misstrauisch. Als ich dann Jahre später zum ersten Mal meine Füße auf der Insel Reichenau in den Bodensee streckte, war die Überraschung umso größer. Die mediterranen Temperaturen versetzten mich in Entzückung. Die Liebe zum Bodensee sollte nie mehr erkalten.
Gleich nach dem Abitur schrieb ich ein Reisebuch für den Michael Müller Verlag - einen Vorläufer des jetzigen Führers - zu einer der schönsten Landschaften Europas. Umso mehr ich mich mit dem See, der Natur, den Schlössern, Burgen, Museen, den Menschen und der Kulinarik beschäftigte, um so mehr wuchs meine Begeisterung. Der See hat sich über die Jahrzehnte verändert. Ich habe mich verändert. Geblieben ist die Faszination Bodensee.
Dieses Buch ist eine Anleitung auf Entdeckungsreise zwischen Schaffhausen und Bregenz, zwischen Lindau und Konstanz zu gehen. Überraschungen warten in dieser einmaligen Natur- und Kulturlandschaft an jeder Ecke. Los geht’s!
Bodensee: Die Vorschau
Inhaltsverzeichnis
Mediterraner Charme
Mythos Kulturlandschaft
Multikultureller See
Regional genießen
Bronze für den See
Größer und tiefer, als man denkt
Auf dem Wasser, im Wasser
Mediterraner Charme
Willkommen im Süden! Atmen Sie tief durch. Nach langer Reise, ob in der Autoschlange oder auf Bahngleisen, die noch nie einen ICE gesehen haben, sind Sie angekommen am Rande Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz - am Bodensee. Genießen Sie die reine Luft, weiden Sie Ihre Augen am Panorama der Alpengipfel und am tiefblauen Wasser, spüren Sie das milde, sonnenverwöhnte Klima und lassen Sie die Seele baumeln. Wie an einer Perlenschnur reihen sich die Städte und Dörfer am Ufer, umgeben von einer bäuerlichen Landschaft mit Obsthainen, Weinbergen und Gemüsefeldern, wo Hopfen und Spargel wachsen. Eine Landschaft mit mediterranem Charme, fernab der Ballungsgebiete, die selbst zur sommerlichen Hochsaison mit Winkeln aufwarten kann, in denen Sie mit Gott und der Natur allein auf weiter Flur sind.
Mythos Kulturlandschaft
Vor langer Zeit war hier die Mitte Europas. Wo heute die Ausflugsschiffe der „Weißen Flotte“ kreuzen, schifften sich einst fromme Mönche von ihren Klöstern zu Missionsreisen ans Ende der ihnen bekannten Welt ein, regierten Äbte wie Fürsten und hinterließen zum Gotteslob auf Schritt und Tritt Kapellen, Klöster und Kirchen in barocker Pracht. Viele davon sind heute Weltkulturerbe, so die romanischen Kirchen- und Klosterbauten auf der Insel Reichenau oder die monumental-barocke Stiftskirche und die dazugehörige Bibliothek in St. Gallen. Diese Kulturlandschaft hat immer schon Intellektuelle angezogen. Maler und Dichter wie Otto Dix oder Hermann Hesse fanden am See ein Refugium und trugen ihren Teil zum Mythos der „Kulturlandschaft Bodensee“ bei. Im 21. Jh. sorgt der in Nussdorf lebende Martin Walser am See für literarischen Glanz.
Multikultureller See
Die beschauliche Gegend schafft selbstzufriedene Menschen am multikulturellen See. Da bewegt sich nicht viel. Und wenn es sich doch einmal bewegt, ganz ausnahmsweise sogar stürmisch, ist danach wieder alles beim Alten. Hier am See scheinen die Uhren langsamer zu gehen. Man ist stolz auf die Randlage. „Ich bin der Karle Dipfele von Deutschlands letztem Zipfele“, pflegte der Konstanzer Fasnachtsmatador Helmut Fassnacht seine Auftritte zu beginnen und erntete dafür rauschenden Beifall. Badener, Schwaben, Bayern, Vorarlberger oder Schweizer, nur die Zufälle der Geschichte sortierten die Seeanrainer in verschiedene Länder und Stämme, denen mehr gemein ist, als sie wahrhaben wollen. Bedächtig, gelassen, geschwätzig und ein bisschen eitel sind sie, wissen zu genießen, gehen neugierig auf Fremde zu - und sind doch gerne unter ihresgleichen. Gelegenheit dazu finden sie mehr als genug. Wenn die Strandbäder schließen, das Laub fällt und die Weiße Flotte im Winterlager vertäut wird, machen sich die Ausflügler und Urlauber rar. Statt ihrer kommt der Nebel, kriecht ins Gebein und macht die Glieder klamm, trübt den Blick und legt sich schwer aufs Gemüt. In dieser Zeit, in der die Palmen der Mainau nur im Gewächshaus überleben, sind die Freunde und Weinstuben besonders wertvoll und wichtig. Wenn dann der See in einigen flacheren Buchten, vor allem zwischen der Insel Reichenau und Allensbach, für ein paar Tage zum Schlittschuhfeld gefroren ist und schließlich die „Fasnet“ Gelegenheit gibt, mit Guggemusik und Mummenschanz die Wintergeister zu vertreiben, ist die Trübnis überstanden und der nächste Sommer samt Feriengästen kommt bestimmt.
Regional genießen
Das Seeufer teilen sich die deutschen Landkreise Konstanz (Baden), Bodenseekreis (Württemberg) und Lindau (Bayern), das österreichische Bundesland Vorarlberg, die Schweizer Kantone St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen. Insgesamt leben zwei Millionen Menschen in der Seeregion. Doch sie sprechen nicht nur sehr unterschiedlich, sondern essen auch verschieden. Vorarlberger Rind trifft auf schwäbische Maultaschen, bayerischen Leberkäse und eidgenössisches Geschnetzeltes. Eine vielfältige Landwirtschaft, die in den vergangenen Jahren immer stärker auf ökologische Anbaumethoden setzt, sorgt für exzellente Produkte. Vielfalt gibt es auch bei Alkoholischem. Fruchtiger Most aus badischen Bodensee-Äpfeln trifft auf mineralische Müller-Thurgau aus Meersburg oder auf komplexe Spätburgunder aus Stein am Rhein. Die kulinarische Vielfalt ist schlichtweg grandios. Kein Zweifel, die Region Bodensee ist ein Schlemmerland par excellence.
Bronze für den See
Nein, der Bodensee ist nicht der größte See Europas. Er steht aber mit 536 km2 auf dem Siegerpodest. Bronze für Platz drei. Die Konkurrenten Plattensee (592 km2) und Genfer See (582 km2) sind doch um einiges größer. Immerhin: Vom Volumen her übertrifft er mit seinen knapp 50 Kubikkilometern Wasser allerdings den Plattensee. Von den Römern wurde er einst - nach dem wichtigen römischen Stützpunkt Bregenz - mit der Bezeichnung „Lacus Brigantinus“ benannt. Der Name „Lacus Bodamicus“, der von der bedeutenden Kaiserpfalz Bodman am westlichen Ende des Sees herrührt, entstand erst im 10. Jh. Später wurde daraus Bodensee. In den meisten Fremdsprachen wird der See nach der größten Stadt, Konstanz, benannt - Lake of Constance, Lac de Constance, Lago di Constanza ... Die Bezeichnung „Schwäbisches Meer“ allerdings, die man immer noch hört, ist bei den Einheimischen verpönt.
Größer und tiefer,als man denkt
Der Bodensee ist 63 km lang und maximal 14 km breit. Und der See liegt hoch: Der mittlere Wasserstand im Obersee liegt bei 395 m über dem Meeresspiegel, die größte Tiefe des Sees beträgt 254 m, die durchschnittliche Tiefe 85 m. Die größte Stadt am See ist Konstanz mit 85.000 Einwohnern, dann folgen St. Gallen (73.000 Einwohner), Friedrichshafen (54.000 Einwohner), Bregenz (28.000 Einwohner) und Lindau (25.000 Einwohner).
Auf dem Wasser, im Wasser
Hier findet jeder sein Plätzchen. Der See hat immerhin einen Umfang von 273 km, davon entfallen auf die Bundesrepublik 173 km, 28 km auf Österreich und 72 km auf die Schweiz. Egal ob nostalgische Badeanstalt, hypermodernes Thermalbad, preiswertes Strandbad oder versteckter FKK-Beach - der See hat einfach alles für den Badespaß. Hinzu kommt, dass der Bodensee ein Paradies für Wassersportler ist: Auf dem See sind Segler und Surfer willkommen, aber auch Motorboote, die auf vielen Seen längst verboten sind. In fast allen Uferorten gibt es gute Chartermöglichkeiten. Ein Boot zu leihen ist preiswerter, als viele denken. Die Sache hat nur einen Haken: das Bodenseeschifferpatent - Feriengäste mit entsprechendem Segel- oder Motorboot-Führerschein können sich für vier Wochen gegen eine Gebühr den Spezialschein holen. Dann kann es heißen: Leinen los! Doch Achtung: Der Bodensee ist mit seinen plötzlichen Gewittern ein durchaus tückisches Revier. So werden bei einem Sturm schon mal Wellen mit einer Höhe von dreieinhalb Metern erreicht.
Hintergründe & Infos
Peter Lenk hat dem Meersburger Hafen seinen provokativen Stempel aufgedrückt